2026-20xx – Ein Blick nach vorn / Programm in Langform

FÜR SCHÜTTORF.

Liebe Schüttorferinnen und Schüttorfer,
in den letzten zwanzig Jahren hat sich Schüttorf hervorragend entwickelt. Viele Vorhaben konnten umgesetzt werden. Aber natürlich besteht immer die Möglichkeit etwas noch besser zu machen. Hier etwas ausführlicher unsere Gedanken für die weitere Entwicklung der Samtgemeinde Schüttorf. Manche Punkte sind vielleicht nicht in nur fünf Jahren umzusetzen, aber sie verdienen es angepackt zu werden!


Wirtschaft

Berechenbare, verlässliche wirtschafts- und investitionsfreundliche Standortpolitik zur Sicherung und Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen und Verbesserung der Planbarkeit von langfristigen Vorhaben

Darunter verstehen wir:

  • Gewerbesteuersätze stabilisieren
  • Verfügbarkeit von größeren und ausreichenden Gewerbeflächen ausbauen
    Infrastruktur stärken
  • Gute Vernetzung der Stadt mit der Wirtschaft fortsetzen und ausbauen
  • Stärkung des Pluspunktes und WiSeV

Ein wirtschaftsfreundliches Umfeld stellt die Grundlage für neue Investitionen dar. Investitionen sind wiederum die Voraussetzung für eine Sicherung bestehende Arbeitsplätze und Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze in Schüttorf und stärkt die Wirtschaftskraft unserer Stadt und Samtgemeinde. Die Verbesserung der Wirtschaftskraft einer Region stärkt das Vertrauen der Bürger und der Wirtschaft, bildet die Grundlage für zukünftig weiterhin ausgeglichene Kommunalhaushalte und ist Voraussetzung, um nachstehende Ziele anzugehen und erreichen zu können.

 

Integration & Zusammenleben

Förderung und Unterstützung der ortsansässigen Kirchen und Vereine zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, unseres Gemeinwesens und Stärkung der Integration

Darunter verstehen wir:

  • Akzeptanz der religiösen Vielfalt
  • Integrationsangebote und Anlaufstellen ausreichend sichtbar und bekannt machen
  • Ankommenskultur im gesellschaftlichen Alltag mit Unterstützung der Kirchen und Vereine ausbauen (Orientierung, Kontakte, Teilhabe)
  • Unterstützung Öffnung von Nachbarschaften für Zugezogene (z.B. durch Neubürger-Beauftragte), Neubürgerempfang, Aktives Informationsmanagement Bürgerservice, Willkommenspaket, Ansprechpartner

Ein starkes ehrenamtliche Engagement unserer Bürger in den Kirchen und Vereinen führt in Schüttorf zu einem breiten Vereins- und Veranstaltungsangebot. Etablierte Formate wie z.B. Tag der Vereine, Blaulichttag, Tag der offenen Tür etc. sind Orte der Begegnung und Verständigung, fördern den Zusammenhalt in unserem Gemeinwesen, die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und letztendlich die Identifikation mit der Kirche/dem Verein und unserer Stadt und Samtgemeinde. Aus diesem Grunde genießen unsere ortsansässigen Kirchen und Vereine unsere besondere Wertschätzung und Unterstützung.

 

Sicherheit & Prävention

  • Weiterhin gute Ausstattung aller drei Feuerwehr-Standorte gewährleisten
  • Unterstützung des DRK und DLRG
  • Optimierung der rettungsdienstlichen Verfügbarkeit vor Ort
  • Stärkere Polizeipräsenz in der Samtgemeinde
  • Unsicherheitsorte (z.B. Bahnhof, Unterführung, einzelne Haltestellen) durch Beleuchtungs- und Meldesysteme und ggf. durch punktuelle Überwachung reduzieren

Feuerwehren, Rettungskräfte und Polizei sind zum Schutz unseres Lebens, unserer Vermögenswerte und unserer Ordnung wertvoll und unverzichtbar. Im Rahmen der kommunalen Aufgaben haben wir in der Vergangenheit diese Kräfte in umfangreicher und angemessener Weise unterstützt und werden das auch weiterhin fortsetzen. Unsicherheitsorte in der Samtgemeinde werden wir durch angemessene Sicherheitskonzepte und -maßnahmen reduzieren.

 

Gesundheit & Ärzteversorgung

  • Vorbereitung von Räumlichkeiten für eine Arztpraxis zur Vermietung
  • Errichtung eines medizinischen Versorgungszentrums zur Stabilisierung der ärztlichen Versorgung in Schüttorf
  • Wir sind ein verlässlicher Ansprechpartner der vorhandenen gesundheitsbezogenen Infrastruktur (Apotheken, Hörgeräte, Optiker, Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie etc.)
  • Schaffung eines Netzwerkes (s. Ehrenamt) mit Bürgern, die Mitmenschen bei Arzt- und Krankenhauswegen oder im Krankenhaus begleiten

In unserer Samtgemeinde sind die Hausarztpraxen stark ausgelastet. Patientenneuaufnahme gestalten sich schwierig. Die Zunahme von chronischen und psychischen Erkrankungen verschärfen die Versorgungssituation. Bestimmte Fachrichtungen sind vor Ort nur eingeschränkt oder gar nicht verfügbar. Die psychotherapeutische Versorgung ist nicht ausreichend, weist lange Wartezeiten und einen erschwerten Zugang auf. Die Überalterung der vorhandenen Ärzteschaft ist im Vergleich zum Bevölkerungsschnitt überdurchschnittlich. Nachbesetzungen von Arztpraxen bleiben aus oder gestalten sich sehr schwierig. Mit der Erstellung und Vermietung von ärztlichen Räumlichkeiten wollen wir die Attraktivität für Ärzte erhöhen, sich in unserer Samtgemeinde niederzulassen, weil der Hindernisgrund hinsichtlich der umfangreichen Investitionen und Kapitalbindungen bei Praxiseröffnungen entfällt. Sofern sich die gesundheitliche Versorgungssituation sich nicht entspannen sollte, planen wir die Errichtung eines medizinischen Versorgungszentrums zu begleiten, um zusätzlich Ärzte für unsere Samtgemeinde zu gewinnen, die aus persönlichen Gründen nicht oder nur zeitweise selbständig praktizieren möchten, damit Versorgungsdefizite nicht die Attraktivität unseres Wohn- und Lebensortes schwächen. In besonderen Fällen kann auch eine Ausbildungsunterstützung für angehende Ärzte/medizinische Fachkräfte Sinn machen.

 

Bildung

  • Fortsetzung der Modernisierung und Digitalisierung unserer Schulen
  • Ausstattung der Schulen und kommunalen Kindertagesstätten mit Hitzeschutzmaßnahmen inkl. Klimaanlagen
  • Verbesserung der Materialausstattung unserer Kindertagesstätten und Schulen
  • Unterstützung der Schulen und Kindertagesstätten bei Weiterentwicklung und Ausbau von spezifischen Förderbedarfen für Hoch und Tiefbegabungen
  • Unterstützung, Festigung und Ausbau der Lernorte Bücherei, Musikakademie der Obergrafschaft, Komplex, Frei- und Hallenbad (Schwimmkurse)
  • Ausweitung der Schulsozialarbeit durch das Land vorantreiben

In den letzten Jahren haben wir umfangreiche Anstrengungen unternommen, um unsere Schulen und Kindertagesstätten zu modernisieren. Das wollen wir fortsetzen und die tägliche Arbeit der Erzieher(innen) und Lehrer(innen) unter Berücksichtigung von Förderbedarf ebenfalls mit Materialien ausreichend unterstützen. Aufgrund des Klimawandels erleben wir von Jahr zu Jahr in den Sommermonaten höhere Temperaturspitzen und eine Ausweitung der extremen Temperaturspitzen. Experten halten in den nächsten Jahren in den Sommermonaten alleine an bis zu 20 Tagen jährlich Tageshöchsttemperaturen von bis zu 40 Grad Celsius für möglich. Auch wenn viele dieser extremen Wetterphänomene in den jeweiligen Sommerferien zu erwarten sind, möchten wir Schulen und Kindertagesstätten technisch und baulich so aufwerten, das witterungsbedingte Schulausfälle möglichst gering gehalten werden. Gleichzeitig werden durch Einbau von Klimaanlagen die kommunalen Immobilien aufgewertet, das Arbeitsumfeld für Schüler und Lehrkräfte verbessert und die Fachkräftegewinnung von Lehrpersonal für die Zukunft erleichtert. Die Lernorte Bücherei, Komplex, Frei- und Hallenbad behalten eine weiterhin wichtige Funktion und benötigen Freiräume zur Weiterentwicklung.

 

Wohnen

  • Schaffung von weiterem notwendigem Wohnraum durch Moderate Ausweisung und Vertrieb neuer Baugrundstücke für Einfamilienwohnhäuser in allen Mitgliedsgemeinden mit ausreichender Transparenz hinsichtlich Preis- und Vergabepolitik
  • Nachverdichtung von Bebauung durch Änderung von Bebauungsplänen/Bauturbo
  • Intensivierte Anstrengungen vorhandene Baulücken zu schließen
  • Ausweitung des Engagements der städtischen Wohnungsbaugesellschaft insbesondere für sozialen Wohnungsbau

Bezahlbarer Wohnraum ist und bleibt insbesondere für junge Menschen, Familien und einkommensschwache Haushalte knapp. Das Angebot an Mietwohnungen bzw. Mehrfamilienwohnungen ist begrenzt. Die Kosten für Baugrundstücke sind hoch. Ortskerne zeigen punktuelle Leerstände auf, an Ortsrändern entstehen neue Baugebiete. Alternative Wohnformen (kleinere Einheiten im Alter, betreutes Wohnen, Mehrgenerationenhaus etc.) setzen sich am Markt (noch) nicht flächendeckend durch. Durch private Investoren werden in den nächsten 2 Jahren deutlich mehr als 160 Wohneinheiten entstehen. Auch die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum ist dabei in angemessenem Rahmen berücksichtigt worden. Auch wenn in den nächsten Jahren eine Entspannung auf unserem regionalen Wohnungsmarkt zu erwarten ist, betrachten wir das zur Verfügung stellen von kommunalen Baugrundstücken zur Wohnbebauung als eine der wichtigsten kommunalen Infrastrukturaufgaben der nächsten Jahre.

 

Verkehr

  • Sukzessive Sanierung des Schüttorfer Straßen-/Radwege-/Gehwegenetzes (anhand der bereits erarbeiteten Prioritätenlisten)
  • Intensivierung des Austausches mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim und dem Land Niedersachsen zur Sanierung der Kreisstraßen und Landesstraßen im Samtgemeindegebiet (beispielsweise L68)
  • Verbesserung des Straßenzustandes und der Pflasterflächen im Zentrum
  • Entschärfung von Gefahrenstellen (Kreuzungen, Schulwege etc.), sodass sicherer Radverkehr überall gewährleistet ist
  • Aufwertung des Bahnhofvorplatzes
  • Barrierefreier Bahnhof
  • Förderung der Elektromobilität (Schaffung zusätzliche Ladestellen, Schnellader etc.)
  • Ausbau der ÖPNV-Anbindungen am Wochenende und in Teilräumen (Industriegebiet, Mitgliedsgemeinden)
  • Permanente Überprüfung und Verbesserung der Verkehrssicherheit u.a. auf Schul- und Radwegen unter Berücksichtigung von Beleuchtungs- und Geschwindigkeitsaspekten

In den nächsten Jahren streben wir eine Abarbeitung der festgelegten Prioritätenliste für den Straßen- Rad- und Gehwegebau an. Dabei messen wir der Verbesserung des Straßenzustandes und der Pflasterflächen im Zentrum aufgrund der intensiven Nutzung und der Außenwirkung eine besondere Bedeutung bei. Gefahrenstellen für Schul- und Radwege müssen mit den Beteiligten vor Ort weiterhin sukzessiv abgebaut werden. Über Sanierungsmittel und eigene Mittel soll in den nächsten Jahren das Bahnhofsumfeld umfangreich saniert und aufgewertet werden. Die Förderung von Elektromobilität durch Erweiterung der öffentlichen Ladeinfrastruktur an verkehrsträchtigen öffentlichen Plätzen wollen wir ebenfalls unterstützen. Durch Gespräche mit den zuständigen Stellen streben wir ebenfalls Verbesserungen der ÖPNV-Verbindungen für die Teilräume Industriegebiet und Mitgliedsgemeinden an. An den Wochenenden ist insgesamt die ÖPNV-Anbindung noch zu gering und soll entsprechend erweitert werden. Verkehrskonzepte werden wir weiterhin vorrangig unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit bewerten und begleiten.

 

Klima, Umwelt, Natur & Regionalität

  • Verbesserung des Hochwasserschutzes
  • Sicherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Sauberkeit im öffentlichen Raum verbessern (z.B. Verpackungsmüll, Glasmüll, illegale Müllentsorgung)
  • Mittelfristige Klimaneutralität
  • Verbesserung der Gesamtsituation hinsichtlich Versickerung und Haltung von Regenwasser
  • Ausweitungen von Baumpflanzungen und Blühwiesen
  • Photovoltaik auf kommunalen Gebäuden
  • Regionale Lebensmittelangebote sowie den Schüttorfer Wochenmarkt stärken

Die Häufigkeit und Intensität der Extremwetterereignisse aufgrund des Klimawandels haben wir in den letzten Jahren auch in unserer Samtgemeinde gespürt. Insbesondere unsere Mitgliedsgemeinde Samern wurde mit Hochwasser unmittelbar konfrontiert. In den letzten Jahren wurden diverse bauliche Maßnahmen in diesem Zusammenhang initiiert und umgesetzt und eine Zusammenarbeit von Kommunen auf Landkreisebene aufgebaut. Da zukünftig noch größere Herausforderungen nicht auszuschließen sind, möchten wir die bisherigen Anstrengungen hinsichtlich Hochwasserschutz insbesondere für die Innenstadt fortsetzen und intensivieren. Ebenfalls bedingt durch den Klimawandel ist der Grundwasserspiegel in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Trinkwassergewinnung und -versorgung wird aus diesen Gründen anspruchsvoller und kostspieliger. Wir wollen jetzt bereits Vorsorgen treffen, damit auch langfristig Trinkwasser verfügbar und bezahlbar bleibt und Rationierungen nicht erforderlich werden. („Man baut einen Brunnen, wenn man Kraft hat, nicht, wenn man Durst hat… ) In diesem Zusammenhang hat die Versickerung von Regenwasser eine besondere Bedeutung. Im privaten und kommunalen Bereich streben wir, wo möglich, eine Entsiegelung von Flächen an und möchten so wenig wie möglich Neuversiegelungen vornehmen. Die Sauberkeit im öffentlichen Raum insbesondere an den Haltestellen und im Bahnhofsumfeld möchten wir durch Erhöhung der Mülleimerdichte erhöhen. In Kooperation mit Schulen, Vereinen oder Unternehmen und im Rahmen unserer Vorstellungen zur Stärkung von Ehrenämtern könnten wir uns auch die zeitlich befristete Übernahme von Patenschaften Schüttorfer Bürger für die Sauberkeit von öffentlichen Plätzen vorstellen. Hinsichtlich der Regionalität stehen wir für eine Beibehaltung des Schüttorfer Wochenmarktes und eine Stärkung der regionalen Lebensmittelangebote.

 

Fassadenbegrünungen in der Innenstadt
Mehr Grün für unsere Innenstadt: Fassadenbegrünung gezielt fördern

Begrünte Fassaden machen unsere Innenstadt attraktiver, kühler und lebenswerter. Deshalb wollen wir ihre Umsetzung finanziell unterstützen. Mit einer gezielten Förderung von Fassadenbegrünungen schaffen wir mehr Klimaschutz, verbessern das Stadtbild und erhöhen die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt.

 

Gestaltung des Marktplatzes

Der Marktplatz soll als lebendiger Treffpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger gestaltet werden. Eine grüne, schattenspendende Oase mit Bäumen, Sitzgelegenheiten und einer angenehmen Aufenthaltsqualität lädt zu jeder Tages- und Jahreszeit zum Verweilen, Begegnen und Austauschen ein. So entsteht ein attraktiver öffentlicher Raum, der Gemeinschaft fördert und das Stadtleben bereichert.

 

Tourismus & Grenzregion

  • Fahrrad- und Wandertourismus stärken
  • Bisheriges touristisches Informationsangebot sollte via APP und Beschilderung mehrsprachig erweitert werden
  • Fehlende bzw. unzureichende Infrastruktur im öffentlichen Raum (z.B. öffentliche Toiletten) soll verbessert werden

Durch Sanierung wollen wir den Zustand und die Qualität der Straßen-, Rad- und Gehwege sukzessiv verbessern und damit den Fahrrad- und Wandertourismus stärken. Unser neues soziokulturelles Zentrum soll auch ein wichtiger Baustein in der touristischen Ausrichtung unserer Samtgemeinde darstellen. Das Theater der Obergrafschaft ist für den weiteren touristischen Ausbau der Samtgemeinde unverzichtbar. Um insbesondere unsere niederländischen Nachbarn anzusprechen und zu erreichen, sollte die Internetangbeote, APP, Socialmedia mehrsprachig ausgerichtet sein und neue Beschilderungen sowie Ersatzbeschilderungen ebenfalls Mehrsprachigkeit berücksichtigen. Die Infrastruktur mit öffentlichen Toiletten im Innenstadtbereich, die auch barrierefrei nutzbar sein sollten, möchten wir verbessern. Aus Kostengründen würden wir Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen vor Ort anstelle von Neuerrichtungen bevorzugen. Hinsichtlich der Nutzung des Kuhms durch Wohnmobilnutzer halten wir die Entwicklung eines Konzeptes für sinnvoll, in dem die Nutzungsbedingungen, Services, Abwicklungen, Preise etc. geregelt werden, um eine zielgerichtete Vermarktung durchführen zu können.

 

Familie & Kinder

  • Bisher schon gute Betreuungszeiten und Ferienbetreuungen sollen weiter verbessert werden (z.B. Randzeiten, Notfallbetreuung, altersgerechte Angebote)
  • Schulwege und Verkehrssituation vor Schulen sollen verbessert werden (z.B. volle Busse, schwierige Nachmittagsverbindungen, unklare/unsichere Querungen)
  • Gesundheitsversorgung für Familien soll ausgebaut werden
  • (Sozialer) Wohnraum für junge Familien und Singles soll erweitert werden
  • Spiel- und Aufenthaltsplätze sollen weiterentwickelt werden (z.B. Beschattung, Regen, U3-Angebote)

Grundsätzlich ist in der Samtgemeinde eine gute Betreuungssituation mit Trägervielfalt (inkl. Tagesmutter) sowie kostenloser Betreuung ab 3 Jahren vorhanden. Unterstützt wird die Betreuungssituation durch die Ferienpassaktion und die Ferienbetreuung. Bei Randzeiten und im Rahmen von Notfallbetreuungen ergeben sich jedoch immer wieder Engpässe, die wir entzerren möchten. Schulwege und die Verkehrssituationen vor den Schulen vor Ort haben wir permanent im Blick. Wir führen zur Verbesserung immer wieder Gespräche mit den zuständigen Stellen. Hinsichtlich der Gesundheitsversorgung suchen wir mit potentiellen Ärzten das Gespräch, planen mittelfristig die Vermietung von ärztlichen Räumlichkeiten, um den Investitionsaufwand für ansiedlungsbereite Ärzte zu reduzieren und denken langfristig an die Möglichkeit der Errichtung eines medizinischen Versorgungszentrums. Um die Wohnsituation für junge Familien und Singles zu verbessern, möchten wir die Aktivitäten der stadteigenen Wohnungsgesellschaft steigern und darüber zusätzlichen (sozialen) Wohnraum zur Verfügung stellen. Die Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Familien mit Kindern möchten wir im Outdoorbereich hinsichtlich Beschattung und Regenschutz überprüfen und ggf. anpassen.

 

Jugend

  • Zwecks Verbesserung der Sichtbarkeit sollen Angebote und Möglichkeiten auf der Homepage der Stadt Schüttorf hinterlegt werden
  • ein attraktiver Ort im öffentlichen Raum, an dem Jugendliche selbstverständlich sein können, soll geschaffen werden (Soccerfläche, Skate-Angebot, Attraktiverung Vechtewiesen)

Freizeitmöglichkeiten und -angebote sind nicht allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen bekannt und sollen an einer zentralen Stelle auf der Homepage und Social Media der Stadt Schüttorf hinterlegt und gepflegt werden. Mit der Schaffung eines attraktiven Ortes im öffentlichen Raum erhalten Jugendliche und junge Erwachsene einen Platz zur Ausübung von Trendsportarten bewusst außerhalb der Vereinssportarten und zum zwanglosen Treffen und Austauschen.

 

Senioren

  • Barrierefreiheit und Wegebeschaffenheit insbesondere im Innenstadtbereich verbessern
  • Mobilität insbesondere in den Landgemeinden verbessern und Abhängigkeit vom Auto reduzieren
  • Gesundheitsversorgung verbessern (z.B. durch Fachärzte und Zugang zu ärztlichen Angeboten)
  • Begleitend Kapazitäten in Pflege- und Unterstützungsangeboten ausbauen (z.B. Kurzzeitpflege)
  • Komplex als generationenübergreifenden Begegnungsort ausbauen

Durch Verbesserung der Wegebeschaffenheit und Ausweitung der Barrierefreiheit soll insbesondere der Innenstadtbereich für ältere Bürger attraktiver und alltagspraktischer werden. Hinsichtlich der Gesundheitsversorgung stehen wir mit potentiellen Ärzten im Gespräch, planen mittelfristig die Vermietung von ärztlichen Räumlichkeiten, um den Investitionsaufwand für ansiedlungsbereite Ärzte zu reduzieren und denken langfristig an die Errichtung eines kommunalen medizinischen Versorgungszentrums. Aufgrund der demografischen Entwicklung rechnen wir zukünftig mit einem weiterhin steigendem Bedarf an Pflege- und Unterstützungsangeboten und möchten zukünftigen möglichen Betreibern positive Standortbedingungen bieten. Durch den Neubau des soziokulturellen Zentrums soll das Komplex noch mehr als bisher schon als generationsübergreifender Begegnungsort fungieren.

 

Schüttorf für alle (Barrierefreiheit)

  • Barrierefreiheit im Zentrum und in den Mitgliedgemeinden soll an zentralen Stellen ausgebaut werden (z.B. Markt)
  • Barrierefreiheit in Schwimmbädern soll verbessert werden
  • Barrierefreie Toilette in der Innenstadt soll geschaffen werden
  • Blindenleitsystem im Innenstadtbereich soll erweitert werden

Wir setzen uns für mehr Barrierefreiheit in unserer Samtgemeinde ein, damit alle Menschen gleichberechtigt am öffentlichen Leben teilhaben können. Schritt für Schritt bauen wir in Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Behindertenbeirates Barrieren ab und gestalten öffentliche Wege, Gebäude und Plätze barrierefrei. Gleichzeitig setzen wir uns für die Förderung barrierefreier und rollstuhlgerechter Wohnungen ein. Unser Ziel ist eine lebenswerte Samtgemeinde, in der sich alle Menschen selbstständig, sicher und ohne Hindernisse bewegen können. Die Infrastruktur mit öffentlichen Toiletten im Innenstadtbereich, die auch barrierefrei nutzbar sein sollten, möchten wir verbessern. Aus Kostengründen würden wir Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen vor Ort anstelle von Neuerrichtungen bevorzugen. Das nur schwach ausgeprägte Blindenleitsystem im Innenstadtbereich möchten wir gerne erweitern.

 

Soziales

  • Bezahlbarer Wohnraum und sozialer Wohnungsbau sollen ausgebaut werden
  • Niedrigschwellige Hilfs- und Beratungsangebote sollen im Rathaus und auf der Homepage/SocialMedia der Stadt sichtbarer werden
  • Schüttorfer Tafel und Anti-Lebensmittelverschwendungs-Konzepte (z.B. Too good to go) sollen intensiviert und unterstützt werden

Um die Wohnsituation für einkommensschwache Bürger zu verbessern, möchten wir die Aktivitäten der stadteigenen Wohnungsgesellschaft steigern und darüber zusätzlichen (sozialen) Wohnraum zur Verfügung stellen. Niedrigschwellige Hilfs- und Beratungsangebote werden mangels Kenntnis noch von zu wenig anspruchsberechtigten Bürgern genutzt. Analog und digital wollen wir bei der Sichtbarkeit der Angebote unterstützen. Die Schüttorfer Tafel leistet seit vielen Jahren in unserer Stadt einen sehr wichtigen Beitrag zur Unterstützung bedürftiger Bürger. Das Engagement der ehrenamtlichen Helfer und die Unterstützung der Wirtschaft insbesondere des Handels halten wir für sehr wichtig. Deshalb möchten auch wir die ehrenamtliche Arbeit der Schüttorfer Tafel weiterhin unterstützen.

 

Sport

  • Zentrale Informationsplattform für Sportmöglichkeiten und Vereine sollen Kommunikation und Sichtbarkeit der Sportangebote (insbesondere Randsportarten) verbessern und die Zusammenarbeit der Vereine steigern
  • Hallenkapazitäten sollen bei Finanzierbarkeit ausgeweitet werden und Sanierungs-Ausbaubedarfe abgebaut werden
  • Barrierefreiheit ist stellenweise zu verbessern
  • Verlust von Ehrenamtlichen und Überalterung von Vereinsstrukturen vermeiden

Durch zentrale Erfassung der Sportvereine mit ihren Sportmöglichkeiten auf der Homepage der Stadt sollen die Sportmöglichkeiten sichtbarer werden und die Kommunikation und Zusammenarbeit der Vereine untereinander gestärkt werden. Weil Schüttorfer Bürger vielfach sportlich unterwegs sind, reichen die bestehenden Hallenkapazitäten oftmals nicht mehr aus. Einer Erweiterung von Hallenkapazitäten stehen wir grundsätzlich positiv gegenüber, sofern Anschaffung und laufende Kosten langfristig finanzierbar sind. Für neue und bestehende Sportanlagen ist aus unserer Sicht auf die Barrierefreiheit jeweils besonders zu achten. Über eine digitale Ehrenamtsplattform bei der Stadt Schüttorf möchten wir die Vereine bei der immer anspruchsvolleren Suche nach neuen ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützen.

 

Ehrenamt

  • Wertschätzung und Sichtbarkeit des Ehrenamtes sollen gesteigert werden (Ehrenamtskarte Niedersachsen, Ehrenamtstag, Vernetzung)
  • Eine zentrale Koordination bzw. Anlaufstelle für Ehrenamt (Orientierung, Matching, Unterstützung) soll etabliert werden
  • Ehrenamt für „Patenschaft Sauberkeit von öffentlichen Plätzen“ soll geschaffen werden
  • Errichtung von ehrenamtlichen Fahrdiensten und Begleitungen für Bürger insbesondere der Landgemeinden zu Ärzten oder Krankenhäuser soll unterstützt werden

Wie in den vorherigen Abschnitten bereits erwähnt kann unser Gemeinwesen auf eine gut funktionierende Ehrenamtskultur nicht verzichten. Vielmehr wird das Ehrenamt zukünftig aufgrund der Vielzahl der uns bevorstehenden Aufgaben weiter an Bedeutung gewinnen. Wichtig erscheint uns dabei, dass es gelingen muss, die vielen unterschiedlichen ehrenamtlichen Aufgaben auf möglichst viele Bürger zu verteilen und damit eine Überlastung Einzelner vermieden wird. Das wird uns nur gelingen, wenn die Wertschätzung und Sichtbarkeit des Ehrenamtes gesteigert wird. Darüber hinaus muss die Öffentlichkeitsarbeit und die niedrigschwellige Information über die ehrenamtlichen Tätigkeiten, auch um erfolgreich Nachwuchskräfte gewinnen zu können, gerade von kleineren Vereinen gesteigert werden. Vereinen und Institutionen mit ehrenamtlichen Mitarbeitern soll auf der Homepage der Stadt Schüttorf eine Plattform zur zentralen Koordination und Anlaufstelle für das Ehrenamt geboten werden. Potentielle Interessenten können sich einen Überblick über angebotene Ehrenämter verschaffen und Vereine und Institutionen können schneller offene Positionen besetzen. Mit Errichtung dieser zentralen Koordinationsstelle können vermutlich auch weitere kommunale Ehrenämter zugunsten unserer Stadt und Samtgemeinde (z.B. Patenschaften für saubere öffentliche Plätze, Fahrdienste oder Begleitungen zu Arztterminen) in größerem Umfang besetzt werden. Wir wollen wir die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement weiter verbessern. Dazu gehören eine attraktivere Ehrenamtskarte Niedersachsen, ein regelmäßig stattfindender Ehrenamtstag beziehungsweise Tag der Vereine sowie eine stärkere Vernetzung der Vereine untereinander. Unser Ziel ist es, das Ehrenamt sichtbar zu würdigen, den Austausch zu fördern und mehr Menschen für ein Engagement in unseren Vereinen zu gewinnen.

 

Zum Schluss: Allgemeines zur Samtgemeinde

  • Bekenntnis für die Samtgemeinde als Organisationsstruktur
  • Verstärkung der zukünftigen Zusammenarbeit für Ausweisung und Vermarktung gewerblicher Flächen
  • Eine internationale Städtepartnerschaft wird wieder angestrebt

Unsere jahrzehntelange Struktur mit Stadt und Samtgemeinde hat sich über viele Jahre auch in Krisenzeiten bewährt. Aus diesem Grunde möchten wir dieses Erfolgsmodell in den bisherigen Strukturen auch gerne fortsetzen. Um zukünftig weiterhin von einer positiven Entwicklung profitieren zu können, unsere Steuereinnahmen zu verstetigen und um unsere kommunalen Aufgaben erfüllen zu können, sind wir auf weitere wirtschaftlich erfolgreiche Gewerbe- und Industrieansiedlungen angewiesen, die nur möglich sind, wenn es uns gelingt, zukünftig weitere neue Gewerbeflächen auszuweisen und zu vertreiben.
Die ehemalige Städtepartnerschaft hatte die niederländischen Stadt Vriezenveen im Jahr 2005 aufgelöst. Um einen kulturellen Austausch und auch Schulkontakte ins Ausland zu fördern und Fremdenfeindlichkeit abzubauen, streben wir das Eingehen einer neuen Städtepartnerschaft im europäischen Ausland an. Entsprechende Vorschläge für eine Städtepartnerschaft würden wir gerne nach der Kommunalwahl von den Schüttorfer Bürgern entgegennehmen.

 

Sie sehen, wir haben noch viel vor!
Schüttorf kann noch lebenswerter und liebenswerter werden.

Dafür wollen wir uns alle gemeinsam einsetzen.
Bitte geben Sie uns dafür am 13. September Ihre Stimmen.

Ihre Kandidaten der Schüttorfer CDU